Der Irrsinn des vergangenen Jahres


Ein Jahr von Tragödien, Bedrohungen und Enttäuschungen liegt hinter uns. Der Terrorismus ist ungezügelt, die Bedrohungen durch Feinde nehmen täglich zu, und die Gutmenschen, die angeblich unsere Freunde sind, haben uns verraten.

Seit mit Rosch Haschanah (am 13.-15.09.2015) das biblische Jahr 5776 begann, wurden seit Beginn der letzten Intifada gegen Israel 44 Personen im Alter von 13 bis 78 Jahren ermordet, manche mit besonderer Grausamkeit. Neun der Opfer waren Rabbiner.

Im selben Jahreszeitraum wurden 558 Menschen verletzt. Es gab 165 Messerstechereien, 107 Beschüsse, in 47 Fällen wurden Menschen mutwillig von einem Auto angefahren und Hunderte von Steinwürfen waren zu verzeichnen.

Inzwischen wird Israel von 230.000 Raketen aus Gaza und Iran, Libanon und Syrien bedroht. Ihre Treffgenauigkeit ist besser geworden; viele sind mit satellitengestützten Zielsystemen ausgestattet. Die Abwehrraketen von Israels viel gepriesenem Eisernen Dom wären überfordert. Verteidigungsexperten in Israel warnen davor, dass Hunderte von Zivilisten bei einem erneuten Schlagabtausch umkommen werden.

In Gaza füllt die Terrororganisation Hamas ihr Raketen-Arsenal für den nächsten Krieg gegen Israel wieder auf. Die Hamas gibt jedes Jahr 100 Millionen US-Dollar für den Bau von Terrortunneln aus, die unter der Grenze hindurchgehen und die Sicherheit der israelischen Ortschaften gefährden.

Die Finanzen, die angeblich für den Aufbau von Gaza sind, stammen aus Erpressung und Schmuggel. Muslime aus allen Kontinenten unterstützen örtliche Sammelstellen, die als Wohltätigkeitsorganisationen getarnt sind und die Mittel weiterleiten. Auch UN-Büros und Regierungen aus aller Welt geben hierfür Gelder.

Mittel, die für soziale Zwecke oder für Infrastrukturmaßnahmen (Wohnungsbau, Schulen und Kliniken), eingehen, werden geschickt umgebucht und fließen dem Terrorapparat von Hamas zu. Nach Angaben der Weltbank sind seit 2014 nur 15 % der für den Aufbau von Gaza gegebenen Hilfe tatsächlich für Wiederaufbauprogramme verwendet worden. („Ending the Palestinian exception,“ Caroline B. Glick, Jerusalem Post, 27.09.2016.)

Eine Vision für eine Welt (ohne Israel)

wvAm 15. Juni verhaftete die israelische Regierung Mohammed el-Halabi, den Regionalleiter der milliardenschweren christlichen Wohltätigkeitsorganisation World Vision. Er gestand, ein führendes Mitglied von Hamas zu sein und seit 2010 7 Millionen US-Dollar an Wohltätigkeitsgeldern an Hamas überwiesen zu haben.

Mohammad El HalabiAustralien, Deutschland und Großbritannien haben die Unterstützung von World Vision eingestellt. Andere Wohltätigkeitsorganisationen wie Care, Christian Aid, Oxfam, Save a Child sowie das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) stehen ebenfalls unter Verdacht.

Von den Projektmitteln wurden 60 % an Hamas umgeleitet. Fiktive Projekte zur Unterstützung von Bauern, Fischern und Behinderten entstanden. Quittungen sind so rar wie Einhörner. Die Projektmitarbeiter gehören alle der Hamas an. Lebensmittelpakete und medizinische Hilfe gingen an Hamas. Statt der Landwirtschaft erhielt die Hamas Stahl, Rohre und Bagger, wie die Washington Post und Associated Press berichten (4.08.2016). Zwei Tage zuvor hatte die New York Times eine Aufstellung von Kindern veröffentlicht, deren Fotos in einem World Vision Unterstützungs-Programm verwendet wurden; bei den Kindern aber ist nie Geld angekommen.

Da es sich bei World Vision um eine christliche Organisation mit Millionen von Spendern handelt, die in hundert Ländern humanitäre Arbeit leistet, reagierte die israelische Regierung zurückhaltend. Man sagt, dass die amerikanische Zentrale nichts von dem Missbrauch wusste, sondern dass eine regionale Gruppe Geld für den Bau von Bomben, Raketen und Gewehren abzweigte. Es wäre allerdings merkwürdig, anzunehmen, dass niemand den Verlust von 50 Millionen US-Dollar bemerkte.

Die Website von World Vision führt Länder auf, von Afghanistan bis Zimbabwe, für die eine Patenschaft möglich ist (ab US-$ 39 aufwärts pro Monat und Kind). Israel kommt darin nicht vor. Gibt es in Israel keine armen Kinder? Es gibt einen Eintrag: „Jerusalem/Westbank/Gaza“. Das ist keine Länderbezeichnung, sondern eine politische Aussage der Leute von World Vision. Seit Jahren macht ihre regionale Website ihre einseitige Parteinahme für ,,Palästina“ und ihre Ablehnung Israels deutlich.

World Vision beschreibt seine Aufgabe folgendermaßen (IRS Form 990, Schedule O): „Geleitet durch unseren Glauben an Jesus Christus stehen wir helfend an der Seite der Armen und Unterdrückten, als Zeichen von Gottes uneingeschränkter Liebe zu allen Menschen. World Vision dient allen Menschen, gleich welcher Religion, Rasse, Ethnie oder welchen Geschlechts sie angehören.“

Viele Christen stimmen diesen Aussagen zu und unterstützen bereitwillig. Aber „christliche“ Organisationen, die Geld „verlieren“, das dann Verwendung findet für Waffenkäufe, Schmuggel-Tunnel durch Kinderarbeit und die auf andere Weise Krieg und Terror unterstützen, sind von etwas anderem geleitet als von Jesus Christus.

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