Der Böse will imitieren


Dr. Herbert Hillel Goldberg
Dr. Herbert Hillel Goldberg

Israel ist auf Erden ein zentraler Angriffspunkt in der Feindschaft des Satans (Anklägers, allgemein Teufel genannt) gegen Gott und die Menschheit. Der Widersacher und Vater der Lüge hasst den Gott der Wahrheit und sein Wort, das die Wahrheit verkörpert (Ps. 119, 160). Israel wurde zum Kanal für das Wort Gottes und für das Heil für die Welt. So wurden durch Israel auf Erden dem Bösen große Verluste bereitet und noch dazu allen Menschen offenbart, wie er völlig besiegt enden wird.

Eine Strategie des Feindes ist stets die, das Wort der Wahrheit in Zweifel zu stellen. Israel ist ihm dabei im Wege, weil die Existenz dieses Volkes über die Jahrtausende ja selbst eine Bekräftigung der Wahrheit des Wortes Gottes und der darin gegebenen und erfüllten Prophezeiungen ist.

Eine Schlange als Vermittler benutzend, säte Satan schon im Paradiese Zweifel unter die Menschen: „Sollte Gott gesagt haben?“ (1. Mo. 3, 1). Erkennen kann man den selber nach Macht strebenden Feind an der Verlockung: „Ihr werdet sein wie Gott“ (V. 5).

Nachahmungen vor Pharao

Gott berief Moses dazu, das in Ägypten versklavte Volk Israel zur Freiheit zu führen. Er sollte dem Pharao sagen: „So sagt der Herr: ,Israel ist mein erstgeborener Sohn; und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lassest, dass er mir diene‘“ (2. Mo. 4, 22-23). Da Pharao Wunder forderte, hatte Moses den Befehl, seines Bruders Aarons Stab vor ihn zu werfen, der zur Schlange wurde. Da taten Pharaos Zauberer und Beschwörer das auch, es wurden auch Schlangen aus ihren Stäben. Pharaos Herz wurde verstockt. Noch einige Male gab es nachahmende Täuschungen vor Pharao.

Infolge des Ungehorsams erlebten die Gegner noch große Plagen. Aber Israel wurde während all denen verschont, und schließlich wurde es von Gott „mit großer Kraft und starker Hand aus Ägypten geführt“ (32, 11). 

Das Land Israel

Es ist an erster Stelle Gottes Land. Gott ist der Eigentümer, Israel ist der verwaltende Besitzer. Das sind rechtliche Unterschiede. Die Bibelstellen als historische und rechtliche Beweise für Israels Landvermächtnis würden diese Seiten füllen. Wen Gott als Verwalter bestimmt hat, ist bekannt. Die Rechte und Richtlinien der Bearbeitung des Landes, inklusive Opferabgaben von den Erträgen, Ernteruhezeiten, Veräußerung an wen und wie lange, sind alle im Gesetzbuch Bibel festgesetzt. So kennt es Israel, so tun Juden es, weil sie an die Bibel glauben. Nur dann bringt das Land wirklich Frucht, was sich während fremden Besetzungen desselben immer wieder und nach Rückkehr des jüdischen Volkes entsprechend bestätigt hat.

palestine_post_israel_born_1948Empfehlen würde ich, die Kapitel 30 und 31 des Propheten Jeremia zu lesen, wo Israel verheißen wird, aus allen Völkern heimzukehren „in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe, dass sie es besitzen sollen“ (30, 3), und als Grenzen sollen die alten Grenzen gelten.

Nach dem 1. Weltkrieg hatte der damalige Völkerbund beschlossen, die etwa 110.000 qkm des Gebiets Palästina den Juden zurückzugeben. Die Mandatsmacht Großbritannien verschenkte 1921 jedoch rund 80 % davon an einen Wüstenhäuptling Abdullah ibn al-Hussein als Transjordanien und man machte später daraus ein in der Geschichte nie gewesenes Königreich Jordanien.

Im übrigen Mandatsgebiet beschränkten die Briten jüdisches Heimkommen enorm unter einer Bestimmung „White Paper“ genannt, erlaubten jedoch Arabern großzügige Einwanderung.

Es könnte gesagt werden, dass hier eine die prophetischen Verheißungen widerstehende Nachahmung doppelt – bezüglich Land und Menschen – gelungen war. Aber Gott hat noch nicht die Buchführung über diesen Fall abgeschlossen.

Staaten, die Israel bedrängten, Land abzutreten für Islamisierung, haben selber Landverluste erlebt und an großer Bedeutung verloren; man kann auch gegenwärtige Naturkatastrophen in denselben als Gottes Warnungen erkennen.

Nach dem furchtbaren Holocaust unseres Volkes sollten wir nach internationalem Beschluss das Überbleibsel von jetzt etwa 21.000 qkm in Frieden besitzen. Aber schon wieder wird eine Nachahmung verlangt. Es soll auf dem jüdischen Boden, dem fälschlich genannten „Palästina“, noch ein zweiter Palästinastaat (Jordanien ist die erste Imitation) entstehen.

Welche Kriminalität ein solcher Staat bezwecken würde, hat man nach unserer Fortgabe von Gaza genügend erfahren. Es ist eine Gesellschaft, in der islamische Suizidbomber als Märtyrer Allahs verherrlicht werden. Man bedenke auch, dass die dortigen Erziehungskräfte und Medien die junge Generation schon im Kindergarten belehren, dass Juden minderwertige Abkömmlinge von Schweinen und Affen sind und vernichtet werden müssen.

Die arabischen Staaten haben rund 14 Millionen qkm, etwa 650 Mal so viel wie Israel heute ist. Aber wann wird der Islam genug haben? Das Ziel ist die ganze Welt.

Gottes Wort spricht aber nur von einem Staat – Israel. Und Bibelgläubige haben keinen Zweifel, welche Seite sie wählen müssen. Auch Christen wissen, was Gott sagt: „Wohl dem Menschen, der mir gehorcht“ (Spr. 8, 34). „Man muss Gott mehr gehorchen denn den Menschen“ (Apg. 5, 29).

Ernste Warnungen

Gott warnt diejenigen, die sein Land den Juden fortnehmen und sie davon vertreiben wollen. „Ja, so spricht der Herr Herr: Ich habe in meinem feurigen Eifer geredet wider die übrigen Heiden und wider das ganze Edom, welche mein Land eingenommen haben mit Freuden von ganzem Herzen und mit Hohnlachen, es zu verheeren und zu plündern“ (Hes. 36, 5).

Terroristen attackieren Israel.
Terroristen attackieren Israel.

Gott sagt fernerhin, dass er alle Heiden zusammenbringen wird und „mit ihnen rechten will wegen meines Volks und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und sich in mein Land geteilt“ haben (Joel 4, 2). Er sagt weiter: „Wohlan, trotzet ihr mir, so will ich’s euch eilend und bald wiedervergelten auf euern Kopf“ (V. 4).

Was will Gott den Heidenvölkern vergelten? Was sie Israel angetan haben. „Darum alle, die dich gefressen haben, sollen gefressen werden, und alle, die dich geängstigt haben, sollen alle gefangen werden; und die dich beraubt haben, sollen beraubt werden, und alle, die dich geplündert haben, sollen geplündert werden. Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht der Herr, darum dass man dich nennt die Verstoßene und Zion, nach der niemand frage“ (Jer. 30, 16-17).

Israel wurde gezwungen, 2005 für erhofften Frieden den uraltjüdischen Gazastreifen aufzugeben. Friedenversprechen? Es wurde zum Zentrum für 12.000 Raketenangriffe gegen Israel. Und welches Land schützt Israel davor?

Alle wissenschaftlichen Errungenschaften der Juden verachtend, wird Israel jetzt durch akademische Boykotte und Slogans wie in der Nazizeit („kauft nicht bei Juden“) gedrängt, die Golanhöhen am See Genezareth, Samaria, Judäa‚ sogar den ältesten urjüdischen Teil von Jerusalem mit jahrhundertealten Synagogen aufzugeben. Durch die UNO, EU und neuerdings auch die USA auf arabischer Seite ist das ein weltweiter Druck gegen den Judenstaat.

Es gehört schon eine Menge Unverfrorenheit und Lüge dazu, die Israelis, die ihre eigenen von den Arabern von 1948-1967 besetzten Gebiete befreiten, jetzt Besatzer zu nennen. Es könnten hier große Teile Israels genannt werden, welche die Araber besetzt halten. Dagegen hat Israel keinen Quadratzentimeter, der andern gehört.

Was wird geschehen? Wenn Jerusalem, Gottes persönlicher Wohnsitz auf Erden – und Er will keine andern Götter haben neben sich – islamisiert werden soll, dann brauchen sich andere Länder nicht zu wundern, wie schnell sie, zum Beispiel bereits in Europa, islamisiert werden.

Gott hat ein wiedererbautes Land Israel verheißen, durch das die ganze Welt noch sehr gesegnet werden soll, eine Wiedererweckung des alten Israel. Der Feind will aber etwas ganz anderes – eine Imitation.

Ein künstliches Volk

Man will das Land Israel „Palästina“ nennen. Es hat aber nie ein autonomes Palästina gegeben, auch nicht eine palästinensische Sprache oder Kultur. So bezeichnete der römische Besatzer Kaiser Hadrian das Land im zweiten Jahrhundert, weil er Israel und Judäa für ewig auslöschen wollte. Folglich wurden die Juden „Palästinenser“ genannt. Dann führten auch Institutionen, Krankenhäuser und Zeitungen vor 1948 diesen Namen. Auch hieß es von Juden, die im Ausland wohnten, sie seien Palästinenser und würden eines Tages nach Palästina zurückkehren. Das habe ich persönlich so erlebt.

Es wohnten auch Muslime hier. Die meisten Araber kamen dann im 20. Jahrhundert aus umliegenden Ländern in diese Gegend, um bei den Juden Arbeit zu finden. Jetzt wollen sie das Gastland zu ihrem Staat machen. Sie haben noch heute Familienangehörige in den Nachbarländern. Diese Araber verweigerten es, sich Palästinenser zu nennen. Sie erklärten die Bezeichnung als zionistisch. Erst 1967, als Israel jüdische Gebiete, wie Samaria, Judäa, Gaza und Alt-Jerusalem von 19-jähriger arabischer Besetzung befreite, kamen sie auf die Idee, den Namen „Palästinenser“ für sich zu beanspruchen und sich als „Nachkommen der Philister“ zu erklären. Philister gab es jedoch schon seit über 2500 Jahren nicht mehr.

Diese künstlichen Palästinenser sind keine eigene Nation. Ihre Sprache, Kultur, Religion, ihr Volkstum ist genau das ihrer nächsten Verwandtschaft rund herum. Sie erfüllen nicht die Voraussetzungen für Souveränität, haben auch kein eigenes Land aufzuweisen. Hier wollen Menschen Gottes Plan mit seinem erwählten Volk auslöschen und durch eine Kopie ersetzen.

„Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten!“ (Gal. 6, 7).

„Flüchtlinge“ noch heute?

Als am 14.05.1948 der Staat Israel erklärt wurde, griffen schon 24 Stunden danach 5 arabische Länder den wieder erstandenen jüdischen Staat an.

Die angreifenden Truppen forderten die arabischen Brüder auf, Israel sofort zu verlassen. Sie sagten, sie würden die Juden ins Mittelmeer treiben, dann könnten sie zurückkehren und deren Eigentümer übernehmen. Sie wurden sogar bedroht, falls sie sich weigerten, mit den Juden zusammen vernichtet zu werden. Israelische Bürger rieten den Nachbarn doch zu bleiben, aber es verließen rund 650.000 Araber Israel.

Es kam allerdings anders als die Angreifer es sich vorgestellt hatten. Sie haben nicht gesiegt, aber sie hatten jetzt arabische „Flüchtlinge“. Vor wem waren diese jedoch  geflüchtet? Hier hatte man wieder eine Kopie.

(Zur gleichen Zeit entrechtete und enteignete man in islamischen Ländern die Juden und vertrieb sie. Es entstanden 850.000 jüdische Flüchtlinge, die Besitztümer und rund 100.000 qkm Boden in arabischen Ländern hinterließen. Von den Juden aus arabischen Ländern kamen 650.000 nach Israel, viele zogen nach Frankreich. Bibelkenner sehen in dieser Situation des Bevölkerungsaustausches eine Erfüllung der Prophetie in Jeremia 12, 14-15.)

Und als „Flüchtlinge“ wurden die Araber nun bereits 66 Jahre lang erklärt und erhalten nicht die Staatsangehörigkeit ihrer Heimatländer, aus denen zumindest ihre Großeltern oder gar Eltern herstammen. Leider macht hier auch die UNO eine merkwürdige Ausnahme und erklärt diese Abkömmlinge von inzwischen 4 Generationen als Flüchtlinge. Auch hat die UNO eine besondere Versorgungsinstitution UNRWA für diese gegründet.

Was bedeutet diese Belassung der Großkinder und Urgroßkinder als Flüchtlinge für die arabische, muslimische Welt? Ein Faustpfand zur Vernichtung Israels. Sie erzählen uns heute, dass es bereits 4,5 Millionen sind (sic!), die alle nach Israel zurück sollen. Nicht in einen palästinensischen Staat auf jüdischem Boden, sondern in das Überbleibsel aus den 20 %. Dann wären sie mit den Arabern in Israel, die israelische Staatsbürger sind, eine Mehrzahl. Das wäre dann das Ende des demokratischen jüdischen Staates Israel. So einst vorausgesagt von dem ehemaligen Diktator Ägyptens, General Gamal Abdel Nasser. So einfach ist die Rechnung der Kopierung, Duplizierung, Nihilisierung!

Gott hat das letzte Wort

Was sagt Gott zu solchen Schlichen des Feindes? „So spricht der Herr, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht, der das Meer bewegt und seine Wellen brausen; Herr Zebaoth ist sein Name. Wenn solche Ordnungen vergehen vor mir, spricht der Herr, so soll auch aufhören der Same Israels, dass er nicht mehr ein Volk vor mir sei ewiglich. So spricht der Herr: Wenn man den Himmel oben kann messen und den Grund der Erde erforschen, so will ich auch verwerfen den ganzen Samen Israels um alles, was sie tun, spricht der Herr“ (Jer. 31, 35-37).

Israel kann nicht vernichtet werden. Es ist von Gott ganz besonders und für erdumfassende Heilszwecke erschaffen worden. „Das Heil kommt von den Juden“ (Joh. 4, 22). Nur bei der Erschaffung Israels steht in der hebräischen Bibel dasselbe Wort wie für die Welterschaffung. So wird auch Israels Bestehen von Gott selber garantiert mit einem Hinweis auf das ewige Weltall.

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