Der Iran und seine Allierte, die EU


BRENDAN SMIALOWSKI/AFP/Getty Images

Ein neuer, verbesserter Iran wurde in den letzten Monaten in den Kreis zivilisierter Völker aufgenommen. Weil der Iran bereit ist, seine Atombomben-Entwicklung noch um ein Jahrzehnt oder so zu verzögern, ist alles vergeben, der Handel läuft wieder an.

Reuters
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Im Januar besuchte der iranische Präsident Hassan Rouhani mit 120 Begleitern Italien und besiegelte Abkommen im Wert von US$ 18 Milliarden. Am 27.01.16 waren sie in Frankreich und unterzeichneten noch mehr Abkommen. Das fiel auf den internationalen Holocaust-Gedenktag. Welche Ironie! Ist doch der Iran der führende Holocaust-Leugner weltweit und veranstaltet jährlich Comic-Wettbewerbe zum Thema. Den Terror zur Ausrottung seines Erzfeindes Israel finanziert er auch. US-Außenminister John Kerry räumte im Januar ein, einiges des jetzt freigegebenen $ 150 Milliardenvermögens des Iran werde für den Terrorismus genutzt (gegen wen?). Schon jetzt verletzt der Iran das brandneue Atomabkommen und führt weiter Tests mit Raketen durch, die nukleare Sprengköpfe tragen können (mit welchem Ziel?). Ach, und letztes Jahr vollzog der zivilisierte Iran an 1087 Menschen die Todesstrafe durch Exekution. (Saudi-Arabien köpfte 157 Menschen.)

Der neue Handelspartner und Verbündete des Iran – die EU – fordert, Israel solle Produkte aus Judäa und Samarien als Westbank-Produkte kennzeichnen, nicht als israelische. Es gibt 200 ethnische Konflikte auf der Welt, doch nur einer muss speziell gekennzeichnet werden. (Kennzeichnet man Produkte aus Katalonien? Tibet? Nordzypern? Nicht nötig.)

Frankreich fordert, Israel solle die Schaffung eines (weiteren!) Palästinenserstaates (neben Jordanien) verhandeln, oder es werde einen Palästinenserstaat anerkennen. (Ist das nicht Erpressung?)

Schwedens Außenministerin Margot Wallström ist erbost über Israels Schüsse auf Terroristen, um sie vom Töten Anderer abzuhalten, doch war merkwürdig still, als die französische Polizei bei Terrorangriffen im November 2015 genau das tat.

Für solche Doppelmoral gibt es einen unbeliebten Begriff, wenn sie Juden betrifft: Antisemitismus.

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