Araber nutzen Christen als Waffe gegen Israel


Shadi Khalloul
Shadi Khalloul

Der Vorsitzende der aramäisch-christlichen Vereinigung in Israel, Shadi Khalloul, ist auch Vertreter der arabisch sprechenden Christen und Parlamentskandidat in Israel.

Christen im Heiligen Land, in Judäa und Samarien, heute als Westbank oder Palästinensische Autonomiegebiete (PA) bezeichnet, bilden – zusammen mit den Juden und gewissen Arabern dort – die einheimische Bevölkerung des Landes. Die Region ist seit fast 3000 Jahren von Juden und später Christen bewohnt. Bis zum 7. Jahrhundert gab es noch keine Muslime.

Nach der Eroberung Jerusalems durch Muslime von der arabischen Halbinsel 637 u. Z. wurden die Juden und die frühen Christen gezwungen, entweder zum Islam zu konvertieren oder das islamische Recht, die Scharia, unter dem islamischen Kalifat zu akzeptieren – mit seinen Dhimmi-Gesetzen, die Andersgläubige an ihre Minderwertigkeit erinnern sollten. Im Islam sind die Dhimmis die Nicht-Muslime. Sie gelten daher als Menschen 2. Klasse – sind gerade so tolerierte Bewohner. Sie leben unter besonderen, strengeren Gesetzen und müssen Schutzgeld zahlen (die sog. Dschisja-Steuer) für ihr Leben und ihren Besitz.

Diese Gesetze werden von den muslimischen Eroberern allen „Ungläubigen“ aufgezwungen, bei Christen wie Juden, in allen besetzten Gebieten, gelten unter anderem Deckmantel in Gaza und den PA.

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In Syrien hat der IS kürzlich ein islamisches Dekret erlassen, nach dem alle Christen in ar-Raqqa eine Steuer von ca. 14 g purem Gold als Teil dieser Dhimmi-Gesetze zahlen müssen, so wie bei der früheren muslimischen Eroberung des Nahen Ostens.

In Gaza werden die Christen von islamischen Gruppen und der Hamas verfolgt. Rami Ayyad, ein Christ und Buchladenbesitzer, wurde ermordet, weil er sich weigerte, den Laden zu schließen.

Ein Feuer brach am Maroniten St. Charbel Kloster im Wadi Maali Nachbarschaft von Bethlehem in der besetzten Westbank

Maroniten St. Charbel Kloster im Wadi Maali in Bethlehem

In Bethlehem, Westbank, wurde am 08.10.15 das St. Charbel-Kloster in Brand gesteckt, und am Weihnachtsabend wurde das Auto des römisch-katholischen Jerusalemer Patriarchen von islamischen Palästinensern beschädigt. Zum Glück griffen israelische Soldaten ein, die Rahels Grab bewachten, und stoppten die palästinensischen Angreifer.

Welche Rolle aber spielten die Juden bei all diesen Angriffen? Die Antwort: keine.

Also fragt man sich: Wie handelten die lokalen christlichen Medien? Sie sprachen sich nicht gegen diese Verfolgung und Diskriminierung aus. Natürlich verurteilten muslimische Gruppen die Angriffe nicht. Die Mehrheit der palästinensisch-islamischen Bevölkerung schwieg dazu.

Auf der anderen Seite hörten wir einen Aufschrei des Entsetzens bei den lokalen Christen, als einige fanatische Juden, die keinesfalls israelisch-zionistische Werte vertreten, daher von den Zionisten verhaftet wurden, ein Kloster zerstörten.

Warum reagierten die Christen nicht auf beide Verbrechen in gleicher Weise?

Den Dhimmi-Status zwang man einst den jüdischen, wie den christlichen Gemeinschaften durch islamische Herrscher und Staaten auf. Juden haben nun ihr eigenes starkes und demokratisches Land und fühlen sich sicher. Viele Christen in arabischen Ländern und den PA-Gebieten verhalten sich, ohne staatliche oder andere Unterstützung in der Region, noch immer wie Dhimmis und geben Lippenbekenntnisse ab – für den Schutz in ihrer ursprünglichen Heimat.

Auf einer kürzlichen Konferenz namens „Christus am Checkpoint“ trafen wir zum Beispiel christliche Dhimmis. Von der Palästinensischen Autonomiebehörde beherrscht, waren sie aggressiv gegenüber dem einzigen demokratischen Staat in der Region, Israel, wo die christliche Gemeinschaft derzeit aufblüht. Die Christen bei „Christus am Checkpoint“ versuchten fälschlicherweise die Geschichte umzuschreiben. Wie gute Dhimmis verneinten sie jegliche Beziehung von Jesus zu jüdischen, und dabei sogar zu unseren eigenen christlichen, Wurzeln – obwohl das letzte Abendmahl eine jüdische Pessach-Sederfeier war. Sie leugneten auch den Zweck von Gottes Erscheinen als Mensch auf der Erde, durch das jüdische Volk, wie es in der Bibel geschrieben steht.

Vielmehr ignorierten die Organisatoren, ebenso wie die Teilnehmer der Konferenz, jegliche gegenwärtige oder vergangene Verfolgung von Christen durch Muslime. De facto verleugneten sie durch ihre Äußerungen sogar ihre eigenen Überzeugungen, wie sie in der Heiligen Schrift stehen. Was sie zu jedem Schritt bewog, war der Wunsch, die muslimisch-arabische Mehrheit im Kampf gegen den jüdischen Staat kriecherisch zufrieden zu stellen.

Eine Koexistenz ist hier nicht der Punkt für Christen, es geht vielmehr um eigene Existenzängste und den gänzlichen Verlust der Freiheit unter der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), wie auch in allen arabischen Staaten. Die PA, und andere arabisch-muslimische Regime, sind clever genug, diese Schwäche zu riechen. Sie planen Aktivitäten, zahlen Gehälter und finanzieren anti-israelische, christliche Dhimmi-Organisationen, um westliche Christen von der „palästinensischen Sache“ zu überzeugen – was für sie die Errichtung einer weiteren arabisch-islamischen Diktatur bedeutet, ohne Menschenrechte.

Sie wollen die Christen temporär nutzen und diese gegen ihre jüdischen Brüder ausspielen, mit denen die Christen dieselben Wurzeln und heiligen Schriften teilen. Die Verfassung der palästinensischen Autonomiegebiete sagt in Artikel 4 explizit: „Die Prinzipien der islamischen Scharia sollen die Hauptquelle der Rechtsprechung sein.“

Wird dieses Land als muslimisch definiert, garantiert dies die muslimische Überlegenheit über alle anderen Religionen und verhindert, dass man jemals dem Islam abschwört. Der Westen sollte verstehen, dass alles, was sich auf Menschenrechte und Religionsfreiheit bezieht und dazu erwähnt wird, irrelevant ist. Sie werden nur genannt, damit man temporär die Unterstützung des Westens gewinnt. Die westliche demokratische Welt, inklusive aller christlichen Kirchen weltweit, sollte sich dieser Taktik bewusst sein. Sie sollte auch, um ihres eigenen Überlebens willen, anerkennen, dass Israel demokratisch die Menschenrechte bewahrt hat und selbst einhält – bei Christen und allen anderen Bürgern seines Landes. Der Westen sollte aufhören, die palästinensischen Araber so kritiklos zu finanzieren und stattdessen Druck auf die palästinensischen Führer ausüben, damit sie die Existenz von Menschenrechten, Sicherheit, Gleichheit und Freiheit für ihr eigenes Volk, wie auch für die lokale christliche Gemeinde, garantieren. Israel ist nicht das Problem. Israel ist die Lösung.

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